Prof. Dr. Ulrich Prill - bisher unveröffentlichte Bilder und Texte

Hier finden Sie eine Übersicht seiner zahlreichen Publikationen 
 
Prof Dr Ulrich Prill - eine Urlaubserinnerung

Seit Beginn seiner Berufung an das Romanische Seminar in Münster vertrat Ulrich Prill auch in der Lehre alle drei großen romanischen Literaturen in interdisziplinärer Perspektive. Seine Forschungsinteressen erstreckten sich von der Literatur des Mittelalters bis zur Rezeption von Mythen und Konstruktion von Mittelalterbildern in der Literatur und im Film des 20. und 21. Jahrhunderts; seine Liebe für die klassische Musik, insbesondere für die Oper, verband sich in Seminaren mit den literarischen Themen Ästhetizismus und Dekadenz.

In Ulrich Prill vereinten sich philologisches und kritisches Interesse mit wissenschaftlicher Neugierde für grenzüberschreitende Gegenstände. In seiner großen Freundlichkeit, in seiner heiteren und aufgeschlossenen Art, seiner Bereitschaft zu Frage und Diskussion und seiner Begeisterung für sein Fach war er ein sehr beliebter Universitätslehrer und geschätzter Kollege.

In der Vielfalt seiner Themen hat er den Studierenden den breiten Kanon der romanischen Literaturen vor Augen geführt. Seine wissenschaftlichen Ansätze in Forschung und Publikationen auch in Münster auszufächern und zu vertiefen, ist ihm aufgrund seiner Erkrankung nicht vergönnt gewesen.

(Aus der Traueranzeige des Romanischen Seminars der Universität Münster)

 

VITA

25.1.1960
Geboren als Sohn des Ingenieurs Konrad Prill und der Buchhändlerin Erika Prill in Düsseldorf 

1978 
Abitur

1978 - 1984
Studium für das Lehramt der Sekundarstufe II (Französisch, Ev. Theologie) an der RWTH Aachen

1984 - 1987
Promotionsstudium der Romanischen Philologie (Französisch, Italienisch, Spanisch) an der RWTH Aachen
(Stipendium nach dem Graduiertenförderungsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen)

1988 
Promotion zum Dr. phil.

1988, 1990  - 1994
Wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Romanische Philologie der RWTH Aachen

1988 - 1990
Lehrauftrag am Institut für Romanische Philologie der Freien Universität Berlin

1989 - 1990
Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft

1991
Staatlich anerkannte Prüfung als Übersetzer für Französisch bei der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf

1994
Wissenschaftlicher Angestellter am Lehrstuhl für Romanische Literaturwissenschaft der TU Chemnitz 

1997
Abschluss des Habilitationsverfahrens Venia legendi für Romanische Philologie

1999
Professor für Kulturwissenschaft an der Universität Mainz / Germersheim

2002
Berufung an die Friedrich-Wilhelm-Universität Münster: Professor für Romanische Philologie mit dem Schwerpunkt ältere und neuere französische Literatur

6.7.2010
Nach langer schwerer Krankheit in Münster gestorben

 

AUSZEICHUNGEN

1976 
Ernennung zum Ehrenbürger von Jackson, Mississippi

1986 
Träger des Preises der Deutschen Dante-Gesellschaft

1990 
Preis des Senators für Kulturelle Angelegenheiten Berlin (Übersetzerwerkstatt des Literarischen Colloqiums Berlin) für eine Übersetzung aus dem Spanischen

1998 
Ernst-Jünger-Preis des Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg


Ulrich Prill, 2006